Berufseinstieg in der Corona Krise – Mein Fazit der ersten Woche


Wenn mich vor zwei Wochen jemand gefragt hätte, wie ich mir meinen neuen Job vorstelle, wäre der Satz „Ich werde den ganzen Tag im Haus sitzen und meine Kollegen nur virtuell kennenlernen“ garantiert nicht gefallen. Wie so oft im Leben kam aber alles anders, als man sich das vorgestellt hätte. Knapp eine Woche später sitze ich nun hier an meinem Schreibtisch – einen halben Meter entfernt von meinem Bett – und versuche, die vergangene Woche Revue passieren zu lassen. Wie sahen die letzten Tage also aus?

Tag 1 – Mein Vorgesetzter kommt aus dem Urlaub zurück und seine erste Aufgabe: Mich am Empfang abholen und mir im Schnelldurchlauf die Agenturräumlichkeiten zeigen. Nebenher bereitet die IT meinen Laptop vor, damit ich möglichst schnell wieder nach Hause gehen und im Homeoffice durchstarten kann.


Arabellastraße 23 – Hier wäre ich täglich, wenn ich nicht im Homeoffice sitzen müsste…


Tag 2-4 – Das digitale Onboarding ist in vollem Gange. Meine Kollegen nutzen sämtliche Kommunikationskanäle, die ihnen zur Verfügung stehen, um mich einzuarbeiten. Ohne die örtliche Trennung würde man nicht merken, dass die äußeren Umstände so außergewöhnlich sind.

Tag 5 – Die Woche neigt sich dem Ende zu und die soziale Distanz hinterlässt ihre ersten Spuren. Um nicht komplett zu vereinsamen, veranstaltet das Team ein virtuelles Lunch. Speise des Tages: irgendwas mit Pasta und als Beilage die Rede von Söder zur Ausgangsbegrenzung. Zum Abend sucht dann auch die Standortleitung (wie erfreulich oft zur Zeit) den Kontakt zu den Kollegen und schlägt ein gemeinsames virtuelles Feierabendbier vor – mit denkbar positiver Resonanz. Ich habe also noch die Gelegenheit, ein duzend weiterer Kollegen digital kennenzulernen, bevor ich in ein Wochenende voller Hausarbeit und anderweitiger Zeitvertreibe starte.

Das Fazit der ersten Woche: Digitales Onboarding kann großartig funktionieren, wenn die dafür nötige Infrastruktur und Akzeptanz vorhanden ist. Ich bin gespannt, was die kommenden Wochen bringen werden. (4 von 5 Sternen)

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