Podcast Beliebtheit – Was du wissen solltest, wenn du einen eigenen Podcast starten willst | #1

Du hast das Gefühl, dass zur Zeit jeder von Podcasts redet? Mit dem Gefühl stehst du nicht alleine da! Podcasts erfreuen sich in Deutschland einer stetig wachsenden Beliebtheit. Während mittlerweile fast jeder vierte Deutsche (ab 14) Podcasts hört, produziert gefühlt auch jeder zweite einen Eigenen, der allen präsentiert wird, die es interessiert.



Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch du darüber nachdenkst, deinen eigenen Podcast zu starten. Was du dabei beachten solltest, und wie einfach es wirklich ist, möchte ich in dieser Artikelserie mit dir erkunden. Im ersten Teil geht es daher um die folgende Frage:

Warum sind Podcasts so beliebt?

Hast du dir schon mal überlegt, was Podcasts eigentlich so beliebt macht? Die Frage habe ich mir zumindest schon oft gestellt. Obwohl ich erst kürzlich meine Bachelorarbeit über dieses Medium geschrieben habe, dass sich wie ein Lauffeuer zu verbreiten scheint, konnte ich keine eindeutig Antwort auf diese Frage finden.

Was auf der Hand liegt: Podcasts sind unglaublich praktisch. Wir leben in einer Gesellschaft, die unheimlich schnelllebig und vernetzt ist. Jeder hat ein Smartphone. Jeder hat einen Internetzugang. (Fast) Jeder hat eine Streaming-App wie Spotify, Deezer oder iTunes. Keiner hat mehr Zeit.

Da wir offensichtlich noch nicht in der Lage sind Tage zu verlängern, versuchen wir uns das Gefühl zu verschaffen, mehr zu tun als normalerweise in 24 Stunden möglich wäre. Wie wir das machen? Ein Wort: Multitasking



Multitasking ist das neue chillen

Wann hast du das letzte Mal irgendwo gesessen und aktiv Radio gehört? Kannst du noch fernsehen, ohne zumindest ab und zu etwas anderes an deinem Handy zu machen? Oder Putzen, ohne dabei Musik zu hören?

Es scheint mittlerweile, als würden wir nicht mehr ohne Multitasking leben können. Genau auf dieser Idee bauen Podcasts auf.

Der Podcast als Nebenbeimedium

Da es für den Genuss eines Podcasts nichts weiter bedarf, als ein gesundes Paar Ohren, ein Smartphone und eine entsprechende App, eignet sich das Medium hervorragend für das Multitasking.


Situationen, in denen Podcasts gehört werden (Wagner, P., 2018).

Genau deshalb sind Podcasts für viele Menschen so etwas wie das neue Radio: Einschalten und einfach auf sich wirken lassen. Dabei ist es egal, welcher anderen Aktivität nebenbei nachgegangen wird – Solange es nicht wichtig ist, großartig zu denken, stört ein Podcast einfach nicht.

Was das Radio falsch macht

Jetzt denkst du vielleicht: “Aber Lionel, das macht gar keinen Sinn! Radio ist für solche Situationen auch perfekt geeignet, ist aber scheinbar nicht so beliebt.” Damit hast du recht. Was macht das Radio also falsch?

Es ist nicht On-Demand!

Klar, kann man das Radioprogramm einschalten, wenn man sich passiv berieseln lassen möchte. Aber welche Wahl hat man dabei? Im Grunde können wir uns nur für einen Sender entscheiden und hoffen, dass die Verantwortlichen etwas Senden, das uns interessiert.

Podcasts stellen die Emanzipation der Hörer da – Weg von allgemein tauglichen Inhalten und hin zur Individualität. Egal was du gerade hören möchtest: Es gibt einen Podcast dafür!

Sind Podcasts also etwas für jeden?

Jein. Klar gibt es zu jedem Interessengebiet einen Podcast. Dennoch werden Podcasts häufig vor allem für einen Zweck genutzt: Wissenserweiterung.

Dieses Bild schlägt sich auch in den demografischen Merkmalen der Podcast-Hörer nieder. So haben in einer OMR Umfrage nur 9% der Befragten angegeben, einen niedrigeren Schulabschluss als die Mittlere Reife zu haben.

Da dies aber auf einer Umfrage des OMR basiert und (dem Anschein nach) nur Höhrer eines OMR-Podcasts befragt wurden, ist diese Zahl nicht als empirisch fundiert zu betrachten!

Das ganze in kurz

Damit du nicht jedes Mal den gesamten Artikel lesen musst, wenn du wissen willst, warum Podcasts in Deutschland immer beliebter werden, fasse ich jetzt noch mal das Wichtigste zusammen:

  • Jeder vierte Deutsche hört Podcasts
  • Podcasts werden meist unterwegs oder beim Aufräumen gehört
  • Sie eignen sich hervorragend zum Multitasking
  • Sie geben den Hörern die Wahl, was sie wann und wo hören wollen
  • Es gibt zu jedem Thema ein Podcast
  • Podcast-Hörer haben tendenziell eher höhere Bildungsabschlüsse

Außerdem ist es auch für Laien unglaublich einfach, einen eigenen Podcast zu starten und zu verbreiten. Das war bestimmt auch deine Hoffnung, oder?

Dann freu dich auf das nächste Kapitel 😉

Um die Zeit bis dahin zu Überbrücken, habe hier noch eine Hörempfehlung: Der Podcast von meiner ehemaligen Kollegin Anna – Check meine Voice.


Für MEDIENMENSCHEN, FREIGEISTER, MACHER – alle, die sich dazu aufgefordert fühlen, zu ERSCHAFFEN und INSPIRATION mit der Welt zu teilen. Check meine Voice und manchmal auch die von meinen Freunden. Lasst uns den leidenschaftlichen LEICHTSINN trotz Alltag, Egos, Deadlines und Overload bewahren oder wieder neu entdecken. Wie man seine "who the fuck cares-Attitude" behält oder entwickelt oder warum deine Komfortzone nicht nur deine KREATIVITÄT sondern vor allem dich killt. 

Viel Spaß beim Hören und bis bald

Lionel

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